Warum soll ich ein Fotostudio mieten?

Die Frage ist vielleicht zu allgemein gehalten – und sie lässt sich gut unterscheiden in die folgenden Teilfragen:

1. Wozu brauche ich überhaupt ein Fotostudio / Fotoatelier ?

2. Soll ich ein Fotostudio mieten – oder mir vielleicht sogar selbst eines einrichten?

Fangen wir mit der ersten Frage an, aus dieser ergeben sich dann bereits die Grundlagen für die Beantwortung der zweiten Frage.

Die Fotografie ist das „Malen mit Licht“. Ein altbekannter Satz, der klarstellt, dass das Ziel der Fotografie darin besteht, das Licht - bzw. genauer gesagt das von den zu fotografierenden Motiven reflektierte Licht - abzubilden. Nun ist das Licht selbst zwar ein notwendiger, aber kein besonders spannender Partner in der Fotografie. Der endgültige Effekt entsteht erst im komplexen Zusammenspiel mit den resultierenden Schatten und den Farben bzw. den jeweiligen Verläufen derselben.

Die nachstehenden Bilder zeigen ein und das selbe Motiv, einmal frontal flächig ausgeleuchtet und einmal mit Seitenlicht:

Abbildung A – Frontale Ausleuchtung                 Abbildung B – Seitenlicht

Obwohl Motiv, Kameraposition und Belichtung in beiden Fällen komplett identisch sind, könnte die erzeugte Bildstimmung durch die Wahl der Position der Lichtquelle kaum unterschiedlicher ausfallen.

Die Schattenverläufe bestimmen die Plastizität des Motivs, also die Wiedergabe der strukturellen Eigenschaften, sei es die Haut, Gesichts- oder Körperteile, wie Augen, Nase, Mund oder Taille. Während eine satte, flächige Ausleuchtung eine geringe Plastizität bewirkt, das Motiv also eher flach (und vielleicht etwas langweilig) erscheint, sorgt eine dezent gesetztere Ausleuchtung, wie im Beispiel mit dem Seitenlicht, für eine hohe Plastizität, Konturen und Strukturen werden also deutlich betont.

Als Fotograf können Sie mit dieser Plastizität spielen, Sie können beispielsweise Körperkonturen betonen (was häufig als Stilmittel in Low Key Aufnahmen, wie beispielsweise der Aktfotografie eingesetzt wird), einen geheimnisvollen Bildlook erzeugen (man erinnere sich an die alten Hitchcock-Filme) oder sie können Ihr Modell in ein schmeichelndes Meer aus Licht tauchen, das die Gesichtszüge sehr weich macht und die Proportionen dezent kaschiert.

Die großartige Schauspielerin Marlene Dietrich (1901 - 1992) beispielsweise legte größten Wert darauf, in allen Filmen sowie bei öffentlichen Auftritten immer mit einer hochfrontalen Lichtquelle ausgeleuchtet zu werden, so dass ihr Gesicht vollständig schattenfrei und flächig ausgeleuchtet wurde. Ihre Liebe zum hochfrontalen Licht ging so weit, dass sie sich sogar in Ihrem eigenen Haus über dem Eingangsbereich eine Lichtquelle direkt über der Eingangstür installieren ließ, so dass sie ihre Gäste in dem „berühmten“ hochfrontalen Licht empfangen konnte. Es wundert daher kaum, dass diese Form der Ausleuchtung gemeinhin als das „Marlene-Dietrich-Licht“ bezeichnet wird.

Das „Spiel“ mit dem Licht birgt allerdings auch so seine Tücken. Die einfachste – weil (fast) immer vorhandene Lichtquelle ist natürlich die Sonne. Sie sorgt – zumindest an den meisten Tagen – für eine ausreichende Lichtmenge, und sie entspricht dem natürlichen Empfinden des Betrachters, weil wir es halt gewohnt sind, dass das Sonnenlicht von oben kommt. Allerdings sind Sie als Fotograf natürlich der Willkür der Natur unterworfen, wenn Sie sich auf die Sonne verlassen. Wer hat es noch nicht erlebt, Sie haben sich einen wundervollen Platz ausgesucht, Ihr Set liebevoll arrangiert, die Position der Sonne mittels exakter Planung zeitlich genau eingegrenzt, den Hintergrund sorgfältig ausgewählt, Ihr Modell platziert und die Kamera justiert. Voller Spannung blicken Sie durch den Sucher, nur um mitzuerleben, wie sich eine dicke Wolke vor die Sonne schiebt und ihr sorgfältig in Szene gesetztes Motiv in langweiligem Grau versinkt. Keine Schattenbildung, kaum Plastizität, und die Farben lassen auch zu wünschen übrig. Das kann einem Fotografen schon mal die Laune trüben, oder?

Des Weiteren erlaubt Ihnen das natürliche Tageslicht auch nur sehr eingeschränkte Manipulationsmöglichkeiten. Das direkte Sonnenlicht ist – durch seine immense Entfernung – eine sehr punktuelle Lichtquelle, was eine hohe Plastizität zur Folge hat. Daraus folgt, dass alle kleinen Konturen, Strukturen etc. hart ausgeleuchtet werden. Das kann insbesondere bei Beautyportraits zu unerwünschten Effekten führen, wenn beispielsweise ein vorwitziges Pickelchen auf der Wange des Models seinen Anspruch geltend macht. Das Sonnenlicht lässt sich nur schwer bändigen, eine echte Manipulation ist kaum möglich. Dazu müssten Sie in einen geschlossenen Raum wechseln und das Sonnenlicht beispielsweise durch ein Fenster bündeln oder mit Gardinen oder Vorhängen, die als Diffusor dienen, „weicher“ machen. Aber auch dann bleibt das Problem der wechselnden Lichtqualität (s. das Wolkenbeispiel bestehen).

Es gäbe noch viele weitere Gründe, die sich hier anführen ließen – aber der entscheidende Punkt ist vermutlich bereits klargeworden: es geht um die Kontrolle des Lichts. Sie sind Architekt, Künstler, Designer Ihrer Bilder – Sie benötigen die Kontrolle über Ihre Arbeitsmittel! Ohne Kontrolle gerät die Planung zum Glücksspiel – und die Ergebnisse sind Zufall. An dieser Stelle kommt das Fotostudio ins Spiel. Ein professionelles Fotostudio ist darauf ausgelegt, alle für Ihre Aufnahmen notwendigen Parameter, wie Lichtmenge, Lichtrichtung, Lichtcharakteristik und Lichtform sowie Abstand zur Lichtquelle vollständig Ihrer Planung zu unterwerfen. Hier wird nichts dem Zufall überlassen, alles liegt in Ihren Händen. Damit lassen sich Ihre Planungen ohne unliebsame Überraschungen in die Realität umsetzen und das Wichtigste – Ihre Aufnahmen sind vollständig reproduzierbar. Aufnahme für Aufnahme – werden Sie immer die gleichen Belichtungsergebnisse erzielen, es gibt keine Schwankungen, keine unterschiedlichen Farbtemperaturen und vor allen Dingen haben Sie nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, das Licht nach Ihren Vorstellungen zu formen.

Das setzt natürlich voraus, dass das Fotostudio die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt:

-          Blitzgeräte: die Blitzanlage muss von sehr hoher Qualität sein, preiswerte Produkte scheitern insbesondere an der Reproduzierbarkeit des Lichts, es treten Schwankungen in der Lichtstärke oder der Lichttemperatur auf.

-          Lichtformer: um Ihre Vorstellungen der Lichtformung (hohe vs. geringe Plastizität, Abstrahlwinkel, ausgeleuchtete Fläche etc.) umsetzen zu können, ist eine breite Auswahl an Lichtformern notwendig.

-          Raummaße / Flächen: der Abstand zwischen Modell, Lichtquelle und Hintergrund ist ein entscheidender Faktor, hier gilt der Grundsatz „mehr ist mehr“, darauf wird im Folgenden genauer eingegangen.

Die Flächen und das Raummaß – neben der allgemeinen Ausstattung vielleicht das entscheidende Kriterium bei der Auswahl des Fotostudios. Sie kennen sicherlich das Abstandsgesetz, das besagt, dass die Lichtmenge, die auf ein Objekt trifft, im Quadrat zur Entfernung von der Lichtquelle abnimmt. Das bedeutet, dass sich die Lichtmenge auf ein Viertel (25%) reduziert, wenn Sie die Entfernung verdoppeln. Wird die Entfernung verdreifacht, fällt die Lichtmenge auf ein Zehntel (ca. 10%) ab! Was bedeutet das in der praktischen Umsetzung?

Stellen Sie sich vor, Sie möchten Ihr Modell mit dem beschriebenen „Marlene-Dietrich-Licht“ fotografieren, also einer hochfrontalen Ausleuchtung von vorne oben. Diese Form der Ausleuchtung sorgt für eine vollflächige Ausleuchtung des Gesichts mit einem kleinen Schatten unter der Nase und unter der Kinnpartie. Nun platzieren Sie Ihre Lichtquelle einen halben Meter oberhalb des Modells und justieren die Beleuchtung so, dass die Augenpartie optimal belichtet wird. Gemäß Abstandsgesetz fällt die Lichtmenge bei doppelter Entfernung auf ein Viertel ab. Das bedeutet, 50 Zentimeter unter den Augen kommt nur noch ein Viertel der Lichtmenge an, auf dem Weg dahin, also ungefähr in dem Bereich zwischen Augen und Brustpartie zeichnet sich ein sehr deutlicher Helligkeitsverlauf von hell zu dunkel ab. Da in diesem Verlauf ca. 75% des Lichtes verloren gehen, ist selbst der Helligkeitsabfall zwischen Augen und Kinnpartie bereits sehr ausgeprägt sichtbar. Das kann gewollt sein – aber in den meisten Fällen entspricht das gerade nicht dem gewünschten Ergebnis. Unterhalb der Taille wird Ihr Modell in komplettem Dunkel verschwinden (wenn Sie keine zusätzlichen Aufheller einsetzen).

Was ist also zu tun? Sie müssen die Lichtquelle deutlich höher positionieren, so dass die Entfernung zwischen beispielsweise Augen und Brustbereich im Vergleich zu Entfernung nicht mehr so deutlich ins Gewicht fällt. Positionieren Sie beispielsweise die Lichtquelle 2 Meter über dem Model, beträgt die Entfernung zwischen Auge und Brust gerade mal ein Viertel der gesamten Entfernung, so dass sich die Entfernung zwischen Brust und Lichtquelle nur um ein Viertel erhöht. Der Lichtabfall beträgt in diesem Fall nicht 75% (wie zuvor bei der Verdoppelung der Entfernung), sondern nur 35%, auf eine Restlichtmenge von 65%.  Damit fällt der Helligkeitsverlauf auf Ihrem Modell weitaus dezenter aus.

Das gleiche Prinzip findet natürlich nicht nur in der vertikalen Achse, also bei der Beleuchtung von oben Anwendung, sondern auch in der horizontalen, wenn die Lichtquelle also von vorne oder von der Seite auf das Modell leuchtet. So sind bei nah am Modell platzierten Lichtquellen bereits innerhalb des Gesichts deutliche Helligkeitsverläufe zwischen der lichtzugewandten und der lichtabgewandten Seite sichtbar. Um hier gegenzusteuern, ist es wiederum notwendig, die Lichtquelle(n) in ausreichender Entfernung zum Modell zu platzieren.

Beide genannten Maßnahmen, also die vertikale oder horizontale Entfernung der Lichtquelle vom Modell weg bedingen natürlich, dass das Fotostudio Ihrer Wahl über entsprechende räumliche Maße verfügt. So sind eine entsprechende Breite und Länge als idealerweise auch eine ausreichende Deckenhöhe wichtige Qualitätsmerkmale eines guten Fotostudios. Dies wird noch deutlicher, wenn wir den zusätzlich notwendigen Abstand zwischen Modell und Hintergrund in Betracht ziehen (der hier aus Vereinfachungsgründen außer Acht gelassen wurde, für den aber selbstverständlich die gleichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf den Lichtabfall gelten).

Im Mietfotostudio HiLoki Berlin finden Sie alle genannten Voraussetzungen:

Blitzanlage: Wir setzen ausschließlich High-End-Technik des deutschen Markenherstellers Hensel ein. Die Hensel-Blitzgeräte zeichnen sich durch absolute Perfektion, kürzeste Wiederaufladezeiten und extreme Stabilität in Bezug auf die Lichtqualität aus.

Lichtformer: Auch bei den Lichtformern gehen wir keine Kompromisse ein. Durchgängig alle Lichtformer, von denen Ihnen eine sehr große Auswahl, angefangen vom kleinen Engstrahlreflektor bis zur Zwei-Meter-Octabox zur Verfügung steht, sind Markenprodukte von Hensel.

Flächen: Das Mietfotostudio HiLoki darf sich zur Spitzenklasse der Mietfotostudios in Berlin zählen. Die Shootingflächen in beiden Studios glänzen mit Breiten von jeweils sieben bis acht Metern und einer Länge von über sieben Metern. Im Premiumstudio A können Sie sich darüber hinaus von ca. sechs Metern Deckenhöhe begeistern lassen, so dass Ihren fotografischen Projekten im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen gesetzt sind. Neben frei verfügbaren Galgenstativen sorgt insbesondere eine sechs Meter breite Traverse für die sichere Aufhängung von Blitzgeräten und Lichtformern in bis zu vier Metern Höhe, so dass Sie auch das zitierte Marlene-Dietrich-Licht in Vollendung zur Anwendung bringen können.

Lassen Sie sich von unserer Ausstattungsübersicht überzeugen!

 

Soll ich ein Fotostudio mieten – oder mir vielleicht sogar selbst eines einrichten?

Die Frage lässt sich nach den eingangs gemachten Erläuterungen vermutlich einfach(er) beantworten. Ein eigenes Fotostudio ist sicherlich der Traum eines jeden ambitionierten Fotografen, aber die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Unterhalt dürften in den seltensten Fällen im Verhältnis zum Nutzen stehen. Alleine die räumlichen Ausmaße – wenn Sie sich nicht künstlich einschränken lassen wollen (siehe oben) – schränkt die in Frage kommenden Objekte bereits deutlich ein. Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Atelier ein kleines Fotostudio einrichten, werden Sie in der Regel auf kleinere Projekte wie Portraitaufnahmen beschränkt bleiben.

Darüber hinaus sind die Investitions- und Wartungskosten für die Einrichtung nicht zu unterschätzen. Die komplette Einrichtung eines hochwertigen Fotostudios schlägt sehr schnell mit einem mittleren fünfstelligen Betrag zu Buche! Man kann sich schnell errechnen, welch lange Zeit – und welche Auslastung notwendig wäre, bevor sich diese Investitionen amortisieren. Man kann natürlich auch kleiner anfangen, aber Sie werden dann ständig an allen Ecken und Enden auf die Grenzen Ihrer Ausrüstung stoßen – und diverse Ideen lassen sich dann eben nicht umsetzen, weil die entsprechenden Mittel nicht zur Verfügung stehen.

Und genau diese Lücke schließt ein Mietfotostudio. Durch die geteilte Nutzung durch mehrere Kunden können die hohen Investitionskosten angemessen aufgeteilt und die Auslastung optimiert werden. Dadurch wird es möglich, die Investition aus der Sicht des Fotografen auf ein Minimum zu reduzieren. Ferner wird das Risiko quasi eliminiert. Kosten fallen für Sie nur an, wenn Sie das Studio wirklich brauchen (Leerzeiten brauchen Sie nicht zu sorgen) und wenn mal etwas kaputtgeht (bedenken Sie, dass eine einzelne Blitzröhre schon den Gegenwert von mehreren Stunden Arbeit bedeutet), ist das auch nicht Ihre Sorge. Buchen Sie einfach Ihr Studio, wenn Sie es brauchen, finanzieren Sie es über Ihre Aufträge (oder kalkulieren Sie die Kosten als kleinen einmaligen Aufwand) und lassen sich ansonsten einfach vom perfekten Service und der hohen Qualität der Ausstattung begeistern. Genießen Sie einfach Ihre Arbeit und freuen sich auf das nächste Mal.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Mietfotostudio HiLoki in Berlin